Raumkonzept & Umbau

Aus dem OP-Bereich wird ein Ort der Ruhe.

Der ehemalige Operationsbereich der angrenzenden Praxis wird grundlegend umgebaut — von der klinischen Funktionsfläche zu einer warmen, hochwertigen Präventionspraxis im Hospitality-Charakter.

240–320 m²
Nutzfläche
Raum für zwei Sprechzimmer, vier Untersuchungsräume, Labor und einen großzügigen Aufenthaltsbereich.
Der Vorteil der OP-Vergangenheit
Vorhandene Wasser- und Lüftungsinfrastruktur, breite Türen und robuste Bodenaufbauten lassen sich weiternutzen — das spart erheblich Kosten.
Die Hauptaufgabe
Rückbau der OP-Spezialtechnik und ein warmes Gestaltungskonzept aus Materialität, Licht und Akustik — nicht aus Klinik-Optik.
Grundriss-Konzept

Getrennte Wege für Patienten und Personal

Der Empfang ist zentraler Ankunftspunkt, der Aufenthaltsbereich liegt am Tageslicht. Die Behandlungsräume bilden eine ruhige Achse abseits des Empfangs — für Diskretion und Schallschutz.

Aufenthalt Kaffee- & Fruchtbar · Tageslicht Empfang Anmeldung · Diskretionszone ▲ EINGANG BEHANDLUNGSACHSE Sprechzimmer 1 14–16 m² Sprechzimmer 2 14–16 m² EKG / Ruhe 14–16 m² Ergometrie 18–22 m² Echokardio. abdunkelbar · 14–18 m² BIA / Blut Beratung · 14–18 m² Labor rein / unrein WC barrierefrei DIN 18040-1 Dusche · Personal-WC nach Ergometrie Personal- / Sozialraum Backoffice Technik · Lager · Putzraum vorhandener Technikraum
Aufenthalt & Labor Empfang & Sanitär Behandlung & Diagnostik

Schematische Darstellung des Raumkonzepts — keine maßstabsgetreue Bauzeichnung. Die endgültige Aufteilung richtet sich nach der exakt gemessenen Fläche.

Raumprogramm

Jeder Raum mit klarer Funktion

Bewährte Planungswerte aus der Praxisplanung — Sprechzimmer 14–16 m², Untersuchungsräume 14–22 m², plus Aufenthaltsbereich, Labor und Sanitär.

RaumFunktionRichtfläche
EmpfangRezeption, 1–2 Arbeitsplätze, Diskretionszone12–18 m²
AufenthaltGroßzügiger Wartebereich mit Getränken25–40 m²
Sprechzimmer 1Arztgespräch, Beratung14–16 m²
Sprechzimmer 2Arztgespräch, Beratung14–16 m²
Untersuchung 1EKG, Ruhe-Diagnostik14–16 m²
Untersuchung 2Ergometrie / Spiroergometrie18–22 m²
Untersuchung 3Echokardiographie (abdunkelbar)14–18 m²
Untersuchung 4Bioimpedanz, Blutabnahme, Beratung14–18 m²
LaborBlutverarbeitung, rein/unrein getrennt8–12 m²
Patienten-WCBarrierefrei nach DIN 18040-14,5–6,5 m²
Personal-WCGgf. mit Dusche kombiniert4–8 m²
DuscheNach Ergometrie / Belastungstest3–5 m²
SozialraumPersonalpause (ab 10 Mitarbeitende Pflicht)8–12 m²
Technik / LagerHaustechnik, Material, Putzraum10–15 m²
Gestaltungskonzept

Gehobene Praxis statt Klinik-Optik

Patienten erleben Versorgung als hochwertiger, wenn die Umgebung warm und gehoben wirkt. Der Empfangsbereich prägt den ersten Eindruck am stärksten — ohne klinische Kühle.

Licht

Tunable White — dimmbares, tageslichtnahes Licht (3000–6500 K), das sich am zirkadianen Rhythmus orientiert. Indirekt und blendfrei statt Neonröhren.

Farbe & Natur

Ein ruhiger Klang aus gedämpftem Blau, Salbeigrün und warmen Naturtönen. Biophiles Design mit Pflanzen, Holz und Naturbezug für Geborgenheit.

Akustik

Vertrauliche Gespräche dürfen nicht nach außen dringen. Akustikdecken, Wandabsorber und schallgedämmte Türen sichern Diskretion nach DIN 4109.

Materialität

Fugenlose Designböden in Holzoptik für den Aufenthaltsbereich, hygienische, desinfizierbare Beläge in den Funktionsräumen. Hochwertig und pflegeleicht zugleich.

Empfang & Aufenthalt

Ein einladender Empfangsbereich mit Kaffee, Wasser und angenehmer Atmosphäre — bewusst weg vom klinischen Wartegefühl.

Barrierefreiheit

Stufenloser Zugang, Türen ab 90 cm, Flure ab 150 cm und ein barrierefreies WC nach DIN 18040-1 — Pflicht für öffentlich zugängliche Praxen.

Vorgehen

Vom OP zur Präventionspraxis

Der Wechsel der Nutzungsart ist genehmigungspflichtig und berührt Brandschutz, Barrierefreiheit und Hygiene. Ein strukturiertes Vorgehen in drei Stufen.

01

Machbarkeit & Klärung

Bevor geplant wird, muss die Grundlage stehen.

  • Exakte Flächen aufmessen und gegen das Raumprogramm prüfen
  • Bauvorlageberechtigten Architekten und TGA-Fachplaner beauftragen
  • Bauaufsichts- und Gesundheitsamt frühzeitig einbinden
  • Bestandsaufnahme und Rückbau-Angebote für die OP-Technik einholen
02

Planung

Monate 1–4: Konzept, Genehmigung und Detailplanung.

  • Grundriss mit getrennten Wegen für Patienten und Personal
  • Sanitär und Labor an vorhandene Wasseranschlüsse legen (spart Kosten)
  • Schallschutz-, Licht- und Farbkonzept früh festlegen
  • Bauantrag auf Nutzungsänderung einreichen
03

Umsetzung

Bauausführung und Inbetriebnahme.

  • Rückbau der OP-Spezialtechnik, dann Ausbau in Bauabschnitten
  • Medizintechnik-Beschaffung parallel, Leasing-Option prüfen
  • Hygieneplan und Reinigungskonzept vor Inbetriebnahme erstellen
Investitionsrahmen

Größenordnung der Investition

Grobe Orientierung für Umbau, Ausstattung und Medizintechnik bei gehobenem Standard auf 240–320 m². Verbindliche Angebote sind einzuholen.

Umbau / Ausbau (gehoben)500.000–800.000 €
Rückbau OP-Technik30.000–80.000 €
Sanitär / Dusche zusätzlich15.000–30.000 €
Planung / Honorare / Gebühren60.000–120.000 €
Möblierung / Einrichtung80.000–150.000 €
Medizintechnik80.000–180.000 €
Gesamtrahmen (netto)ca. 600.000 – 1,2 Mio. €

Richtwerte (netto, ohne Miete/Grundstück) auf Basis der Umbauplanung. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von der gemessenen Fläche, dem Ausstattungsniveau und dem Umfang des OP-Rückbaus ab. Eine Realisierung in Bauabschnitten ist möglich.

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